Eswatini (ehem. Swasiland)

Königreich des Südens

Eswatini (ehem. Swasiland) bildet mit Lesotho und Marokko das Trio der afrikanischen Monarchien. Damit folgt das Königreich Eswatini einem traditionellen, konservativen Weg, wobei die Bräuche mit moderner westlicher Initiative und Technologie verbunden werden. Im Königreich Eswatini lebt eine homogene Bevölkerung mit einer gemeinsamen Kultur, Sprache und Loyalität zur Monarchie, welche aus dem König und dessen Mutter besteht. Das Königreich, das seinen britischen Protektorats-Status 1968 verlor, ist von Südafrika unabhängig. Das traditionsreiche Land wird von seiner Majestät König Mswati III und seiner Mutter Ntombi regiert. Das Land ist besonders für Familien gut bereisbar.

Höhepunkte Eswatinis

Das kleine Königreich Eswatini hat viele kulturelle und landschaftliche Schönheiten zu bieten. Ein Zwischenstopp auf der Durchreise ist für Naturliebhaber daher ein Muss. Massentourismus ist in Eswatini ein Fremdwort und allein aus diesem Grund ist das Land ein äußerst attraktives Reiseziel.

Hauptattraktionen sind die eindrucksvollen Wildreservate Mkhaya, Malolotja, Mlilwane & Hlane, wobei Mlilwane eines der ältesten Reservate in Eswatini ist und Hlane die größten Wildherden des Landes beheimatet. Bewundern Sie das reizvolle Ezulwini Valley, das sogenannte „himmlische Tal“, das durch satte Vegetation führt. Nur knapp 20 km weiter befindet sich Lobamba mit dem Regierungs- und Wohnsitz der Königsfamilie. Wunderschön ist auch Pigg’s Peak, eine kleine Stadt geprägt von sanften Hügeln, Flüssen und Wasserfällen. Nicht weit entfernt davon liegt das Phophonyane Nature Reserve mit einem natürlichen Pool, das sein Wasser von den Phophonyane Falls bezieht. Weltbekannt ist Eswatini für das Ngwenya-Glas, das in der gleichnamigen Stadt Ngwenya produziert wird. Generell ist Eswatini geprägt von feiner handwerklicher Kultur. Viele Kunsthandwerke wie Perlenstickerei oder Holzschnitzen sind in der lokalen Tradition verwurzelt, andere sind importiert, aber haben von den Swasis eine eigene, persönliche Note erhalten.

Eswatini besitzt ein reiches kulturelles Erbe und nicht selten sieht man die Swasis in ihren bunten traditionellen Kleidern. Das Königreich hat es geschafft, Traditionen zu bewahren, die bis in vorkoloniale Zeiten zurückreichen und trotz aller Herausforderungen der Moderne für sein kulturelles Leben grundlegend sind. Dabei sind die rituellen Zeremonien meist authentisch und dienen nicht, wie inzwischen leider oft üblich, in erster Linie der Unterhaltung für Touristen. Dennoch sind Besucher hier gerne willkommen.

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Reiseinfos

Reisezeit: 

Da die Temperaturen ganzjährlich warm sind, eignet sich Eswatini zu jeder Zeit zum Verreisen. Von November bis März sind die Temperaturen etwas höher, jedoch gibt es auch häufiger Niederschläge. Im Winter ist es trockener und die Temperaturen angenehm warm. Tiersafaris sind in den Sommermonaten zu empfehlen.

Einreisebestimmungen: 

Deutsche Staatsangehörige erhalten für touristische Aufenthalte bei der Einreise an der Grenze eine Aufenthaltserlaubnis für 30 Tage, Verlängerungen für maximal weitere 60 Tage können beim Innenministerium beantragt werden. Für alle anderen Reisezwecke ist die Einholung eines Visums vor Einreise erforderlich. Alleinreisende Minderjährige benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung beider sorgeberechtigter Elternteile; für Minderjährige, die nur mit einem Elternteil reisen, ist die Zustimmungserklärung des anderen Elternteils notwendig.

Visum: 

Reisedokumente müssen am Tag der Einreise noch sechs Monate gültig sein.

Gesundheit und Impfungen: 

Bei der direkten Einreise aus dem Gelbfieberendemiegebiet (www.who.int) ist für alle Reisenden mit einem Lebensalter über einem Jahr der Nachweis einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber notwendig (Internationales Impfzertifikat, Gültigkeit zehn Jahre). Das gilt auch für eine Anreise im Transit über Addis Abeba oder Nairobi, wenn der dortige Aufenthalt länger als 12 Stunden beträgt. Reisende, die sich vor Einreise nach Eswatini in Südafrika aufgehalten haben und nicht zuvor aus dem Gelbfieberendemiegebiet nach Südafrika eingereist sind, benötigen kein Impfzertifikat.

Das Auswärtige Amt empfiehlt , die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen(www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza (Influenzasaison der Südhalbkugel: Mai bis Juli). Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, sowie Tollwut empfohlen.

Das Malariarisiko in Eswatini ist moderat und beschränkt sich jahreszeitlich auf den Sommer (Regenzeit) der südlichen Hemisphäre mit klimatisch bedingten Zeitschwankungen zwischen Oktober und April. Besonders die nord-östlichen Landesteile Tjaneni, Mhlume und Simunye mit dem Hlane Nationalpark sowie Big Bend sind betroffen. Eine medikamentöse Malariaprophylaxe wird in den vorgenannten Risikogebieten empfohlen.

Besonders nach starken Regenfällen können auch Cholera-Fälle auftreten. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen, auch Cholera, vermeiden. Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser.

Zeitverschiebung: 
Sommerzeit 0 Stunden, Winterzeit +1 Stunde deutscher Zeit
Währungen: 
Lilangeni
Rand
Verkehr: 

In Eswatini herrscht Linksverkehr und die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei 100 km/h, sofern nicht weitere Einschränkungen getroffen sind. Als Mieter eines Mietwagens muss man Transitpapiere mit sich führen. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und umfasst insgesamt ca. 3.250 km, davon sind etwa ein Drittel der Straßen befestigt. Aufgrund der Hochgebirgslage sind diese aber oft schmal und kurvenreich und können nur langsam befahren werden. Kleinere Straßen sind nach heftigen Regenfällen teilweise nicht mehr befahrbar. Die Teilnahme am Straßenverkehr bringt wegen des Zustandes vieler Straßen und des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer erheblich höhere Risiken als in Deutschland mit sich.

Auf unbefestigten Straßen generell, insbesondere aber bei Dunkelheit, besteht ein hohes Unfallrisiko. Der Zustand der Straßen ist an vielen Stellen verbesserungsbedürftig. Unachtsame Menschen und Tiere, insbesondere Kühe und Ziegen, halten sich regelmäßig, auch nachts und in der Dämmerung, auf für Fahrzeuge vorgesehenen Verkehrswegen auf. Zusammenstöße von Kraftfahrzeugen mit großen Tieren sind in Eswatini keine Seltenheit und haben häufig ernste Folgen. Es wird daher empfohlen, nächtliche Fahrten weitgehend zu vermeiden sowie Geschwindigkeit und Fahrweise den beschriebenen Risiken anzupassen.

Vorwahl(en): 

(+268)

Ländercode: 
SWZ
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

In den letzten Monaten sind keine sicherheitsrelevanten Vorkommnisse bekannt geworden. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse im Königreich Eswatini nicht erneut zu gelegentlichen Protestkundgebungen und Demonstrationen führen. Die swasiländischen Sicherheitsbehörden reagieren in solchen Situationen regelmäßig mit präventiven Straßenkontrollen auf den Zufahrtswegen zu größeren Siedlungen.

Die Kriminalitätsrate in Eswatini ist niedriger als in den Nachbarländern Südafrika und Mosambik, jedoch in letzter Zeit gestiegen.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind in der Gesellschaft Eswatinis nicht akzeptiert, strafgesetzlich sind diese jedoch nicht sanktioniert (es gibt keine entsprechende Gesetzgebung für gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen). Öffentliche Zurschaustellung homosexueller Neigung kann jedoch als Erregung öffentlichen Ärgernisses verstanden und entsprechend geahndet werden. Kinderprostitution ist verboten und mit hohen Strafen bedroht.

Das Land

Land in Landessprache: 
Umbuso we Swatini
Land auf englisch: 
Kingdom of Eswatini
Geschichte: 

Um 1750 siedelten sich zahlreiche Swasi während der Nguni Wanderung im heutigen Gebiet Eswatinis an. Die Autonomie wurde den Swasi im 19. Jahrhundert von den Briten garantiert. Ende des 19. Jahrhunderts kamen schließlich die Buren ins Land und 1894 erlangte die südafrikanische Republik die Herrschaft über Eswatini. Die Swasi akzeptierten diese Herrschaft allerdings nicht und wehrten sich mit blutigen Aufständen - den sogenannten Burenkriegen. 1902 übernahm Groß Britannien die Kontrolle über Eswatini und erklärte es 1907 zum Protektorat. Am 06. September 1968 erlangte Eswatini dann schließlich die Unabhängigkeit von Großbritannien und 1977 schaffte König Sobhuza II das Parlament vorläufig ab. Er wurde absoluter Monarch und starb 1982. 1986 wurde Mswati III König. Dieser war bekannt für seinen luxuriösen Lebensstil. Zu seinem Geburtstag erweiterte er seinen Fuhrpark und lies 8 Mercedes Limousinen aus Deutschland einfliegen, während die Bevölkerung des Landes unter extremer Armut litt. Eswatini ist das Land mit der letzten absoluten Monarchie als Regierungsform. Parteien sind verboten.

Lagebeschreibung: 

Eswatini wird ähnlich wie Lesotho fast von ganz Südafrika umschlossen. Im Nordosten grenzt das Land jedoch auch an Mosambik. Der Nordwesten Eswatinis besteht zu großen Teilen aus bewaldetem Hochland. Im zentralen Teil wird die Landschaft durch sanft gewellte Mittelgebirgslandschaften bestimmt. Diese Gebirgslandschaft wird im Südosten immer flacher. Dort schließt sich die subtropische Ebene an, die vor allem agrarisch genutzt wird. Diese Fläche macht rund 40% der Gesamtfläche des Eswatinis aus. An den Grenzen zu Mosambik und KwaZulu-Natal erstrecken sich die Lebombo-Berge. Die höchste Erhebung des Landes ist der Emlembe im Nordwesten an der Grenze zu Südafrika mit 1862 m.

Infrastruktur: 

Das Schienennetz wird ausschließlich für den Güterverkehr genutzt wird. Swasiland verfügt über einen einzigen internationalen Flughafen in Matsapha bei Manzini.

Flora und Fauna: 

Eswatinis Landschaft zeichnet sich durch dichte Pinienwälder aus. Diese besiedeln den größten Teil des Landes. Sie liegen besonders im Highveld und sind durch Aufforstung entstanden. In den östlichen Gebieten gibt es weite Grasebenen. Eswatini bietet ein reichhaltiges Mineralvorkommen, große Wälder und gutes Farmland. Entlang der östlichen Grenze erstreckt sich das Lebombo Gebirge. Das Middleveld zeichnet sich besonders durch eine hohe Niederschlagsrate und Schirmakazien aus. Im Lowveld findet man Savannenlandschaften mit Dornbüschen vor. Die Tierwelt Eswatinis ist sehr artenreich. Es gibt unter anderem Antilopen, Zebras, Giraffen, Affen, Schakale und Löwen. Das größte Schutzgebiet Eswatinis ist das Mlilwane-Wildreservat im Westen des Landes.

Klima: 

Subtropisch, gemäßigt bis heiß je nach Höhenlage. In den schwülwarmen Sommermonaten (Oktober bis März) fällt der meiste Niederschlag, was Eswatini dann in ein grünes Paradies verwandelt. In den Wintermonaten herrscht vor allem trockenes und kühles Klima vor. Besonders in den Mittelgebirgen und den Hochebenen ist es dann deutlich kühler. In den Sommermonaten liegt die Temperatur bei 18°C bis 26°C, in den Wintermonaten bei 11°C bis 17°C. In den Lubombo- Bergen herrscht subtropisches, trockenes Klima vor. Im Tiefland ist das Klima meist trocken und tropisch warm mit Temperaturen von über 32°C. Im Hochland, das im Westen in die südafrikanischen Drakensberge übergeht, herrschen zumeist angenehme Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Bevölkerung: 

Es leben circa 1,3 Millionen Menschen in Eswatini. Fast die gesamte Bevölkerung Eswatinis (ungefähr 90%) gehören dem Bantuvolk an. Daneben leben auch Sotho, Zulu, Tsonga, Weiße und Mischlinge in Eswatini.

Sprachen: 
Englisch
Religion: 

In Eswatini leben 37% Protestanten, 29% Afrikanische Christen, 11% Katholiken und 21% vertreten kleinere Naturreligionen. Diese Naturreligionen sind sehr unterschiedlich, basieren jedoch alle hauptsächlich auf Ahnenkulturen und Medizinmännern. Die Heilung von Krankheiten wird deshalb auf Zauberei zurückgeführt. Die Behandlungen beruhen auf Hypnose, Kräuterextrakten und Zaubertränken.

Essen & Trinken: 

In Eswatini gilt Pap, ein Maisbrei, als Grundnahrungsmittel. Er wird oft mit Bohnen oder Kraut gegessen. Wer genügend Geld hat, isst diesen Brei auch mit Fleisch. Sehr beliebt ist das Gericht „Chicken Dust“, es besteht aus gegrilltem Hühnchen, Salat und Pap. Es schmeckt nicht nur sehr gut, sondern ist auch preisgünstig und sättigend. Man kann dieses Gericht bei fast allen Straßenhändlern kaufen. Gegessen wird traditionell mit der rechten Hand, da die linke Hand als unrein gilt. In Supermärkten findet man eine Auswahl an westlichem Gemüse und Nahrungsmitteln. Alkoholische Getränke werden aus Südafrika importiert. Nur der in Deutschland bekannte Amarula wird von den Früchten der Marula Bäume selbst gebraut.

Feiertage: 

01.01 Neujahr, März/April Ostern, 19. April Geburtstag von König Mswati, 25.4. Nationaler Flaggentag, 01.05. Tag der Arbeit, 17. Mai Christi Himmelfahrt, 22. Juli Geburtstag des verstorbenen Königs Sobhuza, August/September Umhlanga-Reed-Dance – Schilftanztag, 6. September Unabhängigkeitstag, Dezember/Januar Incwala-Zeremonie, 25./26.12 Weihnachten

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