Das Land der Freundlichkeit

Malawi - Das warme Herz Afrikas. Ein wunderschönes, freundliches und friedliches Land mit einer höflichen und zuvorkommenden Bevölkerung, reich gesegnet durch seinen großartigen See und die unvergleichlichen Strände, schimmernde Flüsse, satt grüne Wälder und die geheimnisvollen hohen Bergen und Plateaus. Hier gibt es eine große Vielfalt an wilden Land- und Wassertieren, Vögeln und tropischen Fischen zu entdecken. Malawi bietet traditionelle und moderne Fortbewegungsmittel, ländliche Dörfer, historische und zeitgenössische Städte mit günstigen bis luxuriösen Unterkünften. Das große Angebot an Abenteuern hat für jeden Reisenden etwas zu bieten.

Reiseinfos

Reisezeit: 

Als beste Reisezeit für Malawi sind die Monate April bis Juni, also die Nachregenzeit. Wer mit hohen Temperaturen keine Probleme hat, kann Malawi auch bestens zwischen August und November bereisen, wo die Temperaturen zwischen 19°C und 32°C liegen.

Einreisebestimmungen: 

Seit dem 01.10.2015 benötigen Deutsche für die Einreise nach Malawi ein Visum. Staatsangehörige bestimmter Staaten, darunter Deutschland, können das Visum direkt am jeweiligen malawischen Grenzübergang gegen Barzahlung der Gebühr in US-Dollar erhalten. Die malawische Botschaft in Berlin empfiehlt im Sinne einer raschen und reibungslosen Einreise jedoch, das Visum vorab bei der Botschaft einzuholen.

Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, wird die Mitnahme des Impfausweises empfohlen.  

Visum: 

Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate ab Einreise gültig sein

Gesundheit und Impfungen: 

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen. Bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich (www.who.int). Auch bei der Anreise über Addis Abeba (Äthiopien) oder Nairobi (Kenia) kann der Impfnachweis gefordert werden. Das Internationale Impfzertifikat für Gelbfieber gilt inzwischen lebenslang. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (= Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (= Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.

Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees und in den tiefergelegenen südlichen Landesteilen. Im Norden und in Höhen von über 2000 Meter besteht nur ein geringes Risiko. Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. 

Zeitverschiebung: 
Sommerzeit: keine Zeitverschiebung; Winterzeit: +1 Stunde nach deutscher Zeit
Währungen: 
Kwacha
Verkehr: 

In Malawi herrscht Linksverkehr. Die Straßen in Malawi sind teilweise geteert, vor allem die touristischen Ziele sind für Selbstfahrer sehr gut zu erreichen. Ab und zu muss man auf Schlaglöcher Acht geben und gegebenenfalls auf Schotterpisten ausweichen, dennoch sind die meisten Straßen gut befahrbar. In ganz Malawi verkehren gute Minibusverbindungen und von den Städten Lilongwe, Mzuzu und Blantyre fahren auch Reisebusse ab. Tägliche Busverbindungen nach Johannesburg, Lusaka und Harare fahren ab Lilongwe und Blantyre. Reisenden wird empfohlen, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten allein schon wegen der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden (Tollwutgefahr!).

Vorwahl(en): 

+265

Ländercode: 
MWI
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

Malawi gilt im regionalen Vergleich als ein verhältnismäßig sicheres Reiseland, verzeichnet aber dennoch eine hohe Kriminalität. Diebstähle und Einbrüche, nicht selten mit massiver Gewaltanwendung, haben zugenommen. Dies gilt insbesondere für die größeren Städte (Lilongwe, Blantyre, Mzuzu, Zomba) und die Touristenziele am Malawisee.

Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.
Das Zerstören malawischer Banknoten steht unter Strafe.

Das Land

Land auf englisch: 
Republic of Malawi
Geschichte: 

Die Geschichte Malawis ist im Gegensatz zu den meisten anderen afrikanischen Ländern noch relativ unerforscht. Die ersten Stämme, welche sich in Malawi niederließen, waren die San. Sie waren eine Jäger-und-Sammler-Kultur. Durch die Felsmalereien konnte jedoch nicht allzu viel über die San Stämme erforscht werden. Vor der Kolonialisierung war Malawi eine Monarchie der Maravi, welche unter der Herrschaft Sansibars stand. Im Zuge der Kolonisationsbestrebungen der westlichen Großmächte wurde Malawi an das Vereinigte Königreich angegliedert und stand unter britischer Vorherrschaft. Seine Unabhängigkeit erlangte Malawi am 6.7.1964 unter Premierminister Hastings Kamuzu Banda, welcher genau zwei Jahre später die Republik ausrief und diktatorisch über das Land herrschte. 1993 wurde die Bevölkerung von der Diktatur erlöst. Ein friedlich ablaufendes Referendum garantierte den Einheimischen von nun an freie Wahlen. Nach der Präsidentschaft von Bakili Muluzi und Bingu Mutharika wurde Joyce Banda Präsidentin.

Lagebeschreibung: 

Malawi liegt im Südosten des afrikanischen Kontinents. Es grenzt im Süden und Osten an Mosambik, im Westen an Sambia und im Norden an Tansania.

Infrastruktur: 

Die Straßen in Malawi sind teilweise geteert, vor allem die touristischen Ziele sind für Selbstfahrer sehr gut zu erreichen. Ab und zu muss man auf Schlaglöcher Acht geben und gegebenenfalls auf Schotterpisten ausweichen, dennoch sind die meisten Straßen in gut befahrbar. In ganz Malawi verkehren gute Minibusverbindungen und von den Städten Lilongwe, Mzuzu und Blantyre fahren auch Reisebusse ab. Tägliche Busverbindungen nach Johannesburg, Lusaka und Harare fahren ab Lilongwe und Blantyre.

Insgesamt hat Malawi sieben Flughäfen, doch der internationale Flughafen befindet sich in der Hauptstadt Lilongwe und wird regelmäßig von South African Airways, Kenya Airways und Ethiopian Airlines angeflogen.

Flora und Fauna: 

Die Flora Malawis ist sehr vielfältig. Während die flachen Ebenen von Graslandschaften, trockenen Savannen und Trockenwäldern bestimmt werden, wachsen geschlossene Wälder vorwiegend in den höheren Ebenen. In Malawi leben einige Großtierarten. Elefanten teilen sich den Lebensraum mit Antilopen, Zebras, Leoparden, Warzenschweinen und Schakalen. Der Malawisee ist besonders bekannt für seinen großen Fischbestand, welcher über 500 Arten fasst.

Klima: 

Das Klima in Malawi ist subtropisch, durch den Längenstaat und die Höhenunterschiede variiert das Klima jedoch je nach Gebiet. Durch das subtropische Klima gibt es in Malawi ein vier-Jahreszeiten-Klima. Von Mai bis Mitte August ist das Klima eher kühl, während es von Mitte August bis November recht heiß werden kann. Die Hauptregenzeit ist zwischen November und April. Gerade in dieser Zeit kann die Luftfeuchtigkeit bis zu 100% annehmen. In den restlichen Monaten gibt es eine kleine Nachregenzeit. Jahresdurchschnittstemperatur ist ca. 22°C.

Bevölkerung: 

Malawi hat eine Einwohnerzahl von etwa 17 Mio. Menschen. Nahezu die Hälfte davon ist keine 15 Jahre alt. Die Bevölkerung setzt sich hauptsächlich aus 13 verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen. Die größte Bevölkerungsgruppe ist die der Marawi, die ganze 53% der Bevölkerung ausmacht. Nur 15% der Menschen leben in Städten, wovon Lilongwe und Blantyre die Größten sind. Malawi gilt als eines der ärmsten Länder der Welt und die mittlere Lebenserwartung liegt bei 32,5 Jahren.

Sprachen: 
Englisch
Religion: 

Etwa 82% der Bevölkerung Malawis bekennt sich zum Christentum, darunter Presbyterianer, Katholiken, Anglikaner sowie weitere kleinere christliche Kirchen. Etwa 11% praktizieren den Islam und 7% gehören traditionellen Religionen an.

Essen & Trinken: 

In Tansania nennt er sich Ugali, in Simbabwe ist es der Sadza und auch in Malawi gehört er zum Grundnahrungsmittel der Bevölkerung – der stichfeste Maisbrei, in Malawi Nsima genannt. Gegessen wird er zusammen mit Soße und Gemüse wie z.B. Kraut oder Bohnen. Falls man es sich leisten kann, wird der Brei zusätzlich noch mit Fleisch oder Fisch angereichert. Ein typisch malawisches Getränk ist das Mahewu, welches aus Maismehl hergestellt wird.

Feiertage: 

01.01. Neujahr, 15.01. John Chilembwe Tag, 03.03. Tag der Märtyrer, 01.05. Tag der Arbeit, 14.05. Kamuzu-Tag, 06.07. Tag der Unabhängigkeit, 18.08. Tag des Fastenbrechens, 25.12. Weihnachten

Kleidung: 

In Malawi tragen die Frauen den Chitenje, einen langen Rock und schulterbedeckende Oberteile. Trotz Armut und heißem Klima tragen die Malawier häufig Anzug. Reisende, vor allem Frauen, sollten aus Respekt und Höflichkeit keine kurzen Röcke oder Hosen tragen. Lange und helle Kleidung schützt vor Mückenstichen.

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