Das Land des Lächelns

Eine Reise nach Mosambik, dem Land des Lächelns, ist eine Reise in ein unglaubliches Land. Entdecken Sie unberührte Küsten, endlose Kokosnusswälder, kaum besuchte Nationalparks und lebhafte Märkte bei ganzjährig tropischen Temperaturen. In der Hauptstadt Maputo ist man nie weit von der Küste entfernt. Besucher der Stadt können den erfrischenden Seewind in einem der vielen Restaurants genießen, die vor Ort gefangene Fische und Meeresfrüchte servieren. Die Mischung aus alten Kolonialanwesen der ehemals portugiesischen Herrschaftszeit und dazwischen belebten afrikanischen Märkten machen den besonderen Charme vieler Orte aus.

Reiseinfos

Reisezeit: 

Die beste Reisezeit um Mosambik zu bereisen ist von April bis Oktober. In diesem Zeitraum ist Trockenzeit. Die Temperaturen sind sehr angenehm und die Nächte sind nicht so schwül wie in der Regenzeit. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig über 20°C und Baden ist am gesamten Küstenabschnitt möglich.

Einreisebestimmungen: 

Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Die mosambikanische Regierung kündigte im Frühjahr 2017 an, Visa für touristische Zwecke nunmehr auch bei der Einreise an den größeren mosambikanischen Grenzübergängen und am Flughafen Maputo zu erteilen. Allerdings sollen Grenzvisa für Personen, die aus Ländern kommen, in denen es eine mosambikanische Auslandsvertretung gibt, nur erteilt werden, wenn besonders nachvollziehbar begründet wird, warum vor Einreise kein Visum bei der mosambikanischen Auslandsvertretung beantragt werden konnte. Entsprechend informiert auch die Botschaft von Mosambik in Berlin, dass Visa vor Einreise eingeholt werden müssen. Nähere Auskünfte erteilen die mosambikanischen Auslandsvertretungen. Da zur Erteilungspraxis der Grenzvisa keine Erfahrungen vorliegen, wird Reisenden empfohlen, Visa weiterhin vor geplanter Einreise bei einer mosambikanischen Auslandsvertretung zu beantragen. Auch Fluglinien können nach IATA-Richtlinien beim Check-in die Vorlage eines gültigen Visums verlangen und ggf. die Beförderung ablehnen. Falls Ausflüge z.B. in den angrenzenden südafrikanischen Krüger-Park beabsichtigt sind, muss man vor der ersten Abreise nach Mosambik ein Visum zur mehrfachen Einreise (visto múltiplo) beantragen. An Grenzübergängen und in Mosambik ist ein Wiedereinreisevisum nicht erhältlich.

Visum: 

Der Reisepass sollte außerdem bei der Einreise eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten haben.

Gesundheit und Impfungen: 

Für die Einreise nach Mosambik aus einem Gelbfieberendemiegebiet (www.who.int ) ist für alle Reisenden älter als ein Jahr der Nachweis eines Gelbfieberimpfschutzes (Internationales Impfzertifikat, Auffrischung des Impfschutzes alle zehn Jahre) notwendig. Bei der direkten Einreise aus gelbfieberfreien Regionen ist eine Impfung grundsätzlich nicht erforderlich. Die Gültigkeit des Internationalen Impfzertifikats ist inzwischen von der WHO auf lebenslang eingestuft worden. Transitreisende über Addia Abeba und Nairobi können unabhängig von der Dauer des dortigen Aufenthalts bei der Einreise nach dem Impfzertifikat gefragt werden. In Einzelfällen kann es auch bei der Einreise aus nachweislich gelbfieberfreien Ländern (z.B. Südafrika) vorkommen, dass ein Gelbfieberimpfnachweis verlangt wird.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und ggf. auch Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis Aund Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY-Konjugatimpfstoff) empfohlen.

Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit und ganzjährig verbreitete Malaria dar. Bei einem Aufenthalt in Mosambik wird eine medikamentöse Malariaprophylaxe empfohlen.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. 

Zeitverschiebung: 
Sommerzeit 0 Stunden, Winterzeit +1 Stunde deutscher Zeit
Währungen: 
Metical
Verkehr: 

Da die Straßenzustände relativ schlecht sind, ist es immer empfehlenswert in einem Geländewagen zu fahren. Generell herrscht in Mosambik Linksverkehr und in den Städten kann der Verkehr sehr chaotisch sein. Fahrten über Land bergen aufgrund des z. T. extrem schlechten Straßenzustands und des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer ein hohes Unfallrisiko und erfordern daher ein sehr hohes Maß an Aufmerksamkeit. Überlandfahrten bei Dunkelheit sind besonders gefährlich und sollten vermieden werden.

Vorwahl(en): 

(+258)

Ländercode: 
MOZ
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

Seit Oktober 2017 ist es in Mocímboa da Praia und Umgebung (Provinz Cabo Delgado, zwischen Palma und Pemba) wiederholt zu gewaltsamen Zusammenstößen mit Schusswechseln mit der Polizei gekommen. Reisenden wird weiterhin empfohlen, die lokalen Medien und die Lage vor Ort aufmerksam zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern, gilt Mosambik eher als liberal was die Homosexualität betrifft. Im Strafgesetzbuch gibt es kein Gesetz, dass die Homosexualität verbietet, jedoch verbietet ein Gesetz Handlungen, die "gegen die Natur" sind, was auch gegen Homosexuelle angewendet werden könnte. Berichte davon gibt es aber nur sehr wenige. Obwohl kaum tabuisiert, wird Homosexualität in der Öffentlichkeit wenig behandelt. Eine staatliche Anerkennung von homosexuellen Paaren oder Ehen gibt es nicht.

Das Land

Land in Landessprache: 
República de Moçambique
Land auf englisch: 
Republic of Mozambique
Geschichte: 

Im 7. Jahrhundert kamen arabische und asiatische Händler in die Region um sich ein Leben entlang des Flussufers aufzubauen. Im Inneren des Landes wurde später Simbabwe gegründet und im Jahr 1498 kamen die ersten Portugiesen ins Land. Diese verdrängten die Araber und ersetzten sie sowohl wirtschaftlich als auch geschäftlich. Mit der Einwanderung der Portugiesen begann die Kolonialisierung entlang des Sambesi. Um 1885 wurde Afrika aufgeteilt und Portugal bekam das Gebiet des heutigen Mosambiks zugesprochen. Die heutigen Grenzen wurden zusammen mit Großbritannien vereinbart. So wurden des Weiteren die Streitigkeiten bezüglich der Besitzansprüche geklärt. Im Jahre 1928 wurde das „Arbeitsgesetz für Eingeborene“ verabschiedet. Dieses Gesetz erlaubt die Zwangsarbeit. Im Jahr 1951 wurde Mosambik zu einer Überseeprovinz Portugals erklärt. Seit 1960 gab es immer wiederkehrende Streiks und Aufstände und es gab einen Zusammenschluss nationaler Kräfte zur Befreiungsfront FRELIMO. Um 1964 kam es zu den ersten Guerillakriegen in den nördlichen Provinzen. Im Jahr 1974 kam es zu politischen Veränderungen in Lissabon. Der Diktator wurde gestürzt und die ersten Gespräche über Mosambiks Unabhängigkeit wurden geführt. Am 25.Juni 1975 erhielt Mosambik die Unabhängigkeit und wurde von der FRELIMO regiert. Das Land hatte ein Freundschaftsabkommen mit der Sowjetunion und wurde vertraglich technisch von der DDR unterstützt. Durch die Mosambikanischen Nationale Widerstandsbewegung (RENAMO) und deren Kämpfe gegen die Regierung wurde das Land von Unsicherheit beherrscht. Die Bürgerkriege dauerten von 1977 bis 1992 an und kostete 900.000 Menschen das Leben. Als 1990 das Apartheitsregime in Südafrika zusammenbrach wurde die RENAMO nicht mehr von diesen unterstützt. Daraufhin kam es zu den ersten Friedensgesprächen zwischen FRELIMO und RENAMO und ein Mehrparteiensystem wurde 1990 endgültig in der Verfassung festgeschrieben. Bei den ersten freien Wahlen 1994 gewann die FRELIMO die Wahlen und Joaquin Chissano wurde erster Präsident.

Lagebeschreibung: 

Mosambik hat durch seine längliche Landform viele Nachbarstaaten. Im Süden grenzt es an Südafrika und Swasiland. Im Westen befinden sich die Länder Simbabwe und Sambia und im Norden bzw. auch Westen grenzt Mosambik an Malawi. Nördlich grenzt es an Tansania.

Infrastruktur: 

Während des Bürgerkriegs wurden Schulen, Krankenhäuser, Brücken und Felder komplett zerstört. Es existierte demnach keine Infrastruktur. Ziel der neuen Regierung war es diese so schnell und effektiv wie möglich wieder aufzubauen. Heute gibt es zwei Typen von Straßen, National- und Regionalstraßen. Das Straßennetz umfasst circa 5500 Kilometer. Besonders an Brücken- und Bahnübergängen besteht ein hohes Minenrisiko. Das Schienennetz ist in vier Gebiete (Nord, Zambezia, Sud und Centro) eingeteilt, drei davon werden sowohl für Güter- als auch für Personenverkehr verwendet. Das Eisenbahnnetz umfasst eine Strecke von ungefähr 4787 Kilometer.

Flora und Fauna: 

Die vorherrschende Vegetation in Mosambik ist die Trockensavanne. Sie zeichnet sich durch Grasland und Trockenwälder aus. Typische Bäume sind die Schirmakazien und die Affenbrotbäume. Das Gras ist während der Trockenzeit oft braun und verwelkt, in der Regenzeit kann es allerdings bis zu 2m hoch wachsen. Es gibt in Mosambik freilebende Gazellen, Löwen, Warzenscheine, Wasserbüffel, Elefanten, Paviane, Giraffen, Zebras und Antilopen. Weiterhin kann man Krokodile, Nilpferde und zahlreiche Schlangenarten beobachten. Besonders in den großräumigen Reservaten in Zentral- und Südmosambik bietet das Land einen geschützten Lebensraum für die Tiere.

Klima: 

Mosambik zeichnet sich durch ein Savannenklima aus und verfügt über eine feuchte und eine trockene Jahreszeit. Die Regenzeit ist von November bis April, in diesem Zeitraum fallen ungefähr 80 % des gesamten Jahresniederschlags. Die Temperaturen während der Regenzeit sind sehr tropisch (schwül und heiß). Die Nächte liegen zwischen 15-25°C. In der Trockenzeit sind die Temperaturen nachts wesentlich angenehmer. Die Jahrestemperaturen liegen zwischen 25 und 30°C.

Bevölkerung: 

Ein Großteil der Bevölkerung Mosambiks gehört den Bantuvölkern an. Das größte Volk sind die Makua mit 40% und außerdem die Tsonga mit 21%. Die meisten Menschen in Mosambik haben einen Migrationshintergrund und kommen aus Asien, Europa, Portugal und Südafrika. Es werden über 40 verschiedene Sprachen gesprochen. Die Lebenserwartung bei der Geburt der Menschen liegt bei circa 50 Jahren. Ganze 43% der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre und nur 3% sind über 65 Jahre alt. Es gibt ein ständiges Bevölkerungswachstum, unter anderem auch weil nur 12% der verheirateten Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln haben.

Religion: 

Rund 45 Prozent Naturreligionen, 37 Prozent Christen, 18 Prozent Muslime, der christliche Glauben ist besonders im Süden und Südwesten vertreten, wohin gegen der islamische Glauben im Norden und an den Küstengebieten häufig praktiziert wird.

Essen & Trinken: 

Die Herrschaft der Portugiesen hatte auch einen großen Einfluss auf die Küche Mosambiks. Sie ist eine der einzigartigsten und interessantesten im südlichen Afrika. An der Küste gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Meeresfrüchten. Alle Gerichte werden gerne mit Piri-Piri, einem sehr scharfen Chili, zubereitet. Eine Spezialität ist auch das Piri-Piri Huhn. Ein weiteres beliebtes Gericht ist Matapa, bestehend aus Meeresfrüchten, Maniokblättern und Reis. Von den Einheimischen gerne gegessen wird auch Kakana, ein bitteres lokales Gemüse. Ein landestypisches Getränk ist der Rooibos-Tee. Als Nationalgetränk gilt jedoch Cashua, ein Getränk, das aus der Schale der Chashew Nuss gewonnen wird. Es schmeckt sauer und die Einheimischen sind überzeugt von der positiven Wirkung auf die Libido des Mannes.

Feiertage: 

01.01. Neujahr, 03.02. Heldentag, 07.04. Tag der Frau, 01.05. Tag der Arbeit, 25.06. Unabhängigkeitstag/Nationalfeiertag, 07.09. Siegestag, 25.09. Tag der Streitkräfte, 25.12. Weihnachten.

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