Das Land der eindrucksvollen Ruinen

Simbabwe - vor dem Bürgerkrieg noch die "Kornkammer Afrikas"- ist das Land,welches die Vorzüge Südafrikas und Botswanas zu vereinen scheint. Die Infrastruktur ist, wie auch in Südafrika recht gut, das Straßennetz weit ausgebaut - an Abwechslungsreichtum der Landschaft ist es kaum zu übertreffen. Die Wildnis und Nationalparks sind ähnlich spektakulär wie in Botswana mit hoher Wilddichte und großer Artenvielfalt. Wer in diesem Land eine Highlights Tour machen möchte, sollte idealerweise etwas mehr Zeit mitbringen. Denn alle besonderen Sehenswürdigkeiten teilen sich in die äußersten Ecken des Landes auf: von den Victoria Wasserfällen im Nordwesten zum üppig grünen Hochland der Chimanimani Mountains im Osten. Vom Gonarezhou Nationalpark ganz im Süden bis zu einem der schönsten Tierreservate Afrikas - dem Mana Pools Nationalpark im Norden. Nicht zu vergessen, den etwas schwer zugänglichen Lake Kariba, welcher Simbabwe trotz Binnenlandstatus, trotzdem Optionen für "Bush & Beach" bietet. Auch nicht missen darf man aber Great Zimbabwe, eines der ältesten historischen und kulturellen Denkmäler Afrikas, den obskuren Matopo Nationalpark, Hwange und die Chinoi Caves- Highlights, die sich weiter im Inland befinden. 

Höhepunkte Simbabwes

Der größte und wohl bekannteste Nationalpark Simbabwes ist der 14.651 km² große Hwange Nationalpark, das 1972 zum Schutzgebiet erklärt wurde. Hwange kann sich rühmen eines der urpsrünglichsten und am besten verwalteten Naturschutzgebiete der Welt zu sein mit einer hohen Anzahl an Wildtierarten. Er grenzt im Westen an Botswana, wohin die Tiere frei wandern können.
Der Mana Pool Nationlpark im Norden ist ein einzigartiges Welterbe. Der Name "Mana" aus der Sprache der Shona bedeutet "vier" und steht für die vier Altwassertümpel, die Relikte des ehemaligen Flussbetts des Sambesi sind, der vor langer Zeit 3km weiter südlich floss.
Neben diesen beiden Nationalparks gibt es noch viele weitere, die es lohnt auf einer Simbabwe Reise zu besuchen. In den Nationalparks von Simbabwe kommen 100 Säugetierarten vor, 400 Vogelarten und etwa 1000 Baum- und Strauch Arten. 20% von Simbabwes Landesfläche sind als Nationalparks und botanische Gärten ausgewiesen. 
Neben zahlreichen Nationalparks sind natürlich die mächtigen Victoria Fälle einen Besuch wert und in der Gegend sind nicht nur die Wasserfälle die einzige Attraktion. Victoria Falls hat die Bezeichnung "Abenteuer-Hauptstadt der Welt", da dem Besuchern Adrenalin-trächtige Abenteuer geboten werde wie z.B. Bungee Jumping, Wildwasser-Rafting. Für diejenigen, die es gerne ruhiger mögen, gibt es Bootsfahrten, ANgeln, Elefantenreiten, Pirschfahrten, Kanufahren, Helicopterundflüge uvm. 

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Reiseinfos

Reisezeit: 

Die beste Reisezeit für Simbabwe ist die Trockenzeit von April bis Oktober, zu diesem Zeitpunkt kann man die Tiere auf Safaris am besten beobachten. Am allerbesten eignen sich speziell die Monate April oder September/Oktober, da die Temperaturen angenehm sind. Von Mai bis August sind die Temperaturen tagsüber recht angenehm, können am Abend aber sehr runter gehen. Die Regenzeit von November bis März eignet sich nur für diejenigen, die die Victoria Fälle dann sehen möchten, wenn sie durch das viele Wasser am eindrucksvollsten sind. Andernfalls ist es in diesen Monaten sehr heiß und es fällt viel Regen.

Einreisebestimmungen: 

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise sowohl an den Landesgrenzen als auch an den Flughäfen erteilt. Um Zeit zu sparen, sollte das Visum bereits vor Reiseantritt eingeholt werden. Detaillierte Informationen sind unter www.zimimmigration.gov.zw oder bei der simbabwischen Botschaft in Berlin erhältlich. Das bei der Einreise erhältliche Visum ist ein touristisches Visum, welches die Aufnahme jeglicher Art von Tätigkeit im Land nicht erlaubt. 

Reisende, die beabsichtigen den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, benötigen eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa). Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.

Visum: 

Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.

Gesundheit und Impfungen: 

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist für alle Personen älter als ein Jahr der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich, siehe auch www.who.int. Die internationale Impfbescheinigung über die Gelbfieberimpfung hat inzwischen eine lebenslange Gültigkeit. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Malaria tritt landesweit auf. Besonders hohe Risiken bestehen im Norden (Sambesital), im Osten/Südosten (Grenze Mosambik) und in der Region um die Viktoriafälle. Geringe Risiken bestehen im Süden (Grenze Südafrika), in Harare und Bulawayo und in Höhen über 1200m. Eine Malariaprophylaxe ist für das ganze Land empfehlenswert. 

Eigentlich in jedem Jahr mit Beginn der Regenzeit (November bis März) gibt es Durchfallepidemien im Lande, auch Typhus- und Cholera-Epidemien treten regelmäßig auf. Meist sind ländliche Gebiete Simbabwes betroffen (insbesondere Chinhoyi, Nyamapanda, Kariba). Auch in die Hauptstadt Harare können diese schweren Erkrankungen gelegentlich gelangen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und insbesondere Cholera vermeiden. Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser.

Zeitverschiebung: 
Die Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa und Simbabwe beträgt +1 Stunde im Winter. Zur mitteleuropäischen Sommerzeit gibt es keine Zeitverschiebung.
Währungen: 
US Dollar
Verkehr: 

In Simbabwe herrscht Linksverkehr. Meist schlechter Straßenzustand, nicht funktionierende Ampeln, Tiere auf Landstraßen, schlechte Straßenbeleuchtungen und Fahrzeugen und überhöhte Geschwindigkeiten stellen ein erhebliches Unfallrisiko dar. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten über Land verzichtet werden.

Taxen stehen vor allem von den großen Hotels aus zu Verfügung, können  aber auch per Telefon gerufen werden. Grundsätzlich sind lizensierte Taxis mit Taxametern ausgestattet. Fehlt dieses, sollten Reisende einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Vorwahl(en): 

+263

Ländercode: 
ZWE
Hauptstädte: 
Great Zimbabwe
Harare
Victoria Falls
Wichtige Hintergrundinformationen zur Sicherheit: 

Nach dem Rücktritt von Präsident Mugabe und der Ernennung des neuen Präsidenten Mnangagwa ist die Lage in Simbabwe ruhig geblieben. Insbesondere im Hinblick auf die Mitte 2018 anstehenden Wahlen kann es jedoch weiterhin zu spontanen Menschenansammlungen und Demonstrationen kommen. Reisende sollten sich von solchen Ansammlungen fernhalten und die Lageentwicklung über die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen. Außerhalb ihrer Unterkunft sollten Reisende stets Ausweisdokumente mit sich führen. Die Beteiligung an Diskussionen mit politischem Inhalt sollte, auch in den sozialen Medien, vermieden werden.

In Simbabwe – wie in den meisten anderen afrikanischen Ländern auch- ist Homosexualität verboten und wird in der Gesellschaft als unmoralisch empfunden. Bei homosexuellen Handlungen ist mit einer Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft zu rechnen.

Das Land

Land auf englisch: 
Republic of Zimbabwe
Geschichte: 

Um 1860 begannen erstmals mehrere Europäer das Land „Great Zimbabwe“ (Großes Steinhaus) mit seinen wertvollen und alten Ruinen zu erforschen, nachdem man im Mashonaland Gold gefunden hatte. Um 1888 besetzten nun weiße Siedler große Landesteile, was zu mehreren erfolglosen Aufständen von Seiten der einheimischen Ndebele und Shona gegen die Siedler führte. 1895 hieß das Land nun Rhodesien, abgeleitet vom britischen Gründer Cecil Rhodes, und stand unter britischer Verwaltung. 1923 wurde aus Rhodesien die britische Kolonie Südrhodesien mit Selbstverwaltungsrecht. Es folgten Diskriminierung der afrikanischen Bevölkerung durch Rassentrennungsgesetze. Zusammen mit dem heutigen Sambia, damals Nordrhodesien und dem heutigen Malawi, damals Njassaland, bildete Südrhodesien ab 1953 die Zentralafrikanische Föderation, die zehn Jahre später mit der Unabhängigkeit Sambias und Malawis von Großbritannien scheiterte. Fortan wurde Südrhodesien, von Ian Smith geführt, zu Rhodesien und erklärte 1966 einseitig seine Unabhängigkeit. Diese erlangte Simbabwe schließlich 1980, bis dahin war die Zeit aber von zahlreichen Bürgerkriegen bestimmt. Mit der endgültigen Unabhängigkeit, die Simbabwe schließlich 1980 erlangte und viele Bürgerkriege gefordert hatte, wurden nun Regierungsprogramme unter dem neuen Staatsoberhaupt Mugabe gestartet, die die Wirtschaft zunächst verbesserten. Auch in den Bildungs- und Gesundheitsbereich wurde investiert. Auf Druck der Weltbank und des IWFs strebte Simbabwe einen neuen Kurs in der Wirtschaft an, der mehr Auslandsinvestitionen vorsah. Die Kleinbauern waren diesen neuen Marktansprüchen und Bedingungen nicht gewachsen – die Wirtschaft stagnierte, viele Beschäftigte wurden entlassen. Seit der Unabhängigkeit 1980 ersehnt, führte man im Jahr 2000 schließlich die Landreformen durch, die aber chaotisch, oft unangekündigt und gewaltsam vonstatten gingen. Etwa 11 Mio. ha Land wurde weißen Farmern enteignet und dann neu auf die Bevölkerung verteilt. Eine versprochene Entschädigung blieb oftmals aus und das Land ging häufig an Politiker, die über keinerlei landwirtschaftlicher Kenntnisse verfügten und das Land verkommen ließen. Nahrungsmittelknappheit, Arbeitslosigkeit bei den vertriebenen Bauern und große Unzufriedenheit in der Bevölkerung waren die Folgen, sodass die amtierende ZANU Partei ihre Macht ernsthaft bedroht sah. Fortan glich die Politik nun mehr und mehr einer Diktatur, Medien und Justiz wurden gleichgeschaltet, Oppositionelle eingeschüchtert oder getötet, Meinungs- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt bis Simbabwe international isoliert war und die Wirtschaft fast vollkommen zusammenbrechen ließ. 2008, als die Regierungszeit Mugabes eigentlich zu Ende sein sollte, kandidierte er erneut zur Präsidentschaftswahl und gewann nicht zuletzt wegen Repressionen und Gewaltakten des Mugaberegimes gegenüber Oppositionellen, die ihre Kandidatur zurückzogen. Ein Jahr später einigte sich Mugabe mit dem einst verfeindeten Oppositionellen Tsvangirai zur Machtteilung, seitdem ist Tsvagirai Ministerpräsident.

Lagebeschreibung: 

Simbabwe liegt im zentralen Süden Afrikas. Es grenzt im Süden an Botswana und Südafrika, im Westen an Mosambik und im Norden an Sambia.

Infrastruktur: 

Das Straßennetz ist in Simbabwe weit ausgebaut und recht gut. Größere Städte sind auf asphaltierten Straßen bequem zu erreichen und auch ländliche Gegenden lassen sich gut erschließen. In Simbabwe herrscht Linksverkehr. Mit den Zügen der National Railways of Zimbabwe gelangt man problemlos von Plumtree über Bulawayo, Victoria Falls, Mutare und Harare nach Triangle. In den größeren Städten gibt es ein recht gutes Linienbusnetz. Zum Selbstfahren benötigen Touristen den Internationalen Führerschein.

Flora und Fauna: 

Die Landschaft Simbabwes unterscheidet sich im Osten von der Landschaft im Süden. Das östliche Hochland ist von grünen Wäldern geprägt, im Süden dagegen findet man eine trockene Halbwüste vor. Typische Bäume, die es hier gibt, sind Baobabs, Schirmakazien und Feigen. Simbabwe hat eine große Vielfalt an Tieren, die vor allem in den Nationalparks zu Hause sind. Über 400 Vogelarten, Elefanten, Büffel, Giraffen, Zebras, Geparden, Leoparden, Löwen und die vom Aussterben bedrohten schwarzen Nashörner sind nur einige Beispiele für das artenreiche Simbabwe.

Klima: 

Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.

Bevölkerung: 

Simbabwe hat etwa 15,6 Mio. Einwohner. Fast die gesamte Bevölkerung Simbabwes gehört dem Shonavolk (<70%) an. Daneben findet man in Simbabwe das Ndebelevolk (<20%) und weitere kleine Minderheiten wie die Tonga, Europäer, Mischlinge und Asiaten.

Sprachen: 
Englisch
Religion: 

Etwa 50%-60% der Bevölkerung ist christlich, daneben praktizieren viele traditionelle afrikanische Religionen, die auf Ahnenkulturen und Geisterglauben basieren. Auch kleine Minderheiten von muslimischen und jüdischen Gemeinden sind in Simbabwe vertreten.

Essen & Trinken: 

Das Nationalgericht Simbabwes ist Sadza, ein stichfester Maisbrei, der mit würzigen Beilagen oder mit einem Eintopf wie beispielsweise rote Bohnen, Kürbis, Kohl oder Tomatensoße, serviert wird. Zu wichtigen Festen oder bei wohlhabenden Familien wird der Brei dann noch zusätzlich mit Fleisch, z.B. Rindergulasch, Schweinskotelett oder frittiertes Hühnchen angereichert. Getrunken werden neben Wasser auch Softdrinks, auch verschiedene Biersorten sind in Simbabwe vorzufinden. Interessant ist das bierähnliche einheimische Getränk „Chibuku“, was man mit wohl keinem Getränk, was man kennen dürfte, vergleichen kann. Das traditionelle Maisbier „Hwahwa“ wird meist zu besonderen Anlässen gebraut.

Feiertage: 

01.01. Neujahr, 18.04. Unabhängigkeitstag, 01.05. Tag der Arbeit, 25.05. Afrikatag, 08.08. Heldentag, 11./12.08. Tag der Streitkräfte, 22.12. Tag der Einheit, 25.12. Weihnachten

Feste: 

In Harare findet jährlich das „House of Stone“ Musikfestival mit traditioneller Musik statt. Der Termin ist immer unterschiedlich.

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