Südafrika

    Südafrika wird aufgrund seiner Vielseitigkeit auch als "eine Welt in einem Land" bezeichnet. Das Land ist geprägt von Sonne und Meer, wunderschöner Landschaft und vielfältiger Flora und Fauna. All diese Eigenschaften verbunden mit einem vorteilhaften Wechselkurs und unglaublicher Gastfreundschaft machen Südafrika zu einem Traumreiseziel für viele Reisende. Eine Reise in dieses Land ist aufgrund der guten Infrastruktur ideal für Afrikaeinsteiger, aber wegen seiner vielen Gesichter auch immer wieder spannend für Wiederholer. Die Auswahl der Aktivitäten ist endlos, das kulturelle Leben in den Großstädten ist bunt und macht seinem Namen als Regenbogennation alle Ehre. Die Natur bietet vom mediterranen Kap bis hin zum tropischen KwaZulu Natal, von der kargen Karoo bis zu den 3300m hohen Drakensbergen alles was man sich nur wünschen kann. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Tierreservate, wobei der Krüger Nationalpark wohl den Berühmtesten darstellt.

    Reiseinfos

    Reisezeit: 

    Südafrika ist jederzeit eine Reise wert. Es ist schwer zu sagen, wann man dieses Land am besten bereist, da das Klima auch von der jeweiligen Region abhängig ist. Um die Tierwelt zu entdecken, bietet sich der frühe Frühling von August bis Oktober an. Zur Wal-beobachtung sind die Monate Juni bis Dezember geeignet und am nördlichen Kap kann man im September das aufblühende Blumenmeer bestaunen. An der Ostküste hat man die Möglichkeit das ganze Jahr über zu schwimmen.

    Einreisebestimmungen: 

    Mit folgenden deutschen Reisedokumenten ist die Einreise nach Südafrika möglich:
    Reisedokumente Erwachsene - Einreise möglich? / Bedingungen
    Reisepass - JA  (Gültigkeit mindestens 30 Tage über die Reise hinaus)
    Vorläufiger Reisepass - JA; Gültigkeit mindestens 30 Tage über die Reise hinaus
    Personalausweis – NEIN
    Vorläufiger Personalausweis – NEIN
    Weitere Anmerkungen - Das verwendete Reisedokument muss vor Einreise noch über mindestens zwei freie Seiten verfügen.

    WICHTIG bei Einreise nach Südafrika MIT KINDERN AB 01. JUNI 2015:
    Eine vollständige Geburtsurkunde des/der mitreisenden Kindes/r im Original mit beglaubigter Übersetzung ins Englische muss ab 01.06.2015 bei Grenzübertritt vorgelegt werden.
    Bei Reise mit nur einem Elternteil mit einem Kind ist eine Einverständniserklärung des anderen Elternteils IN ENGLISCH und vom Notar beglaubigt notwendig.
    Bei alleinigem Sorgerecht eines Elternteils ist der Gerichtsbeschluss beglaubigt und auf ENGLISCH erforderlich.

    Reisedokumente Kinder / Jugendliche - Einreise möglich? / Bedingungen
    Kinderreisepass - JA; Gültigkeit mindestens 30 Tage über die Reise hinaus
    Reisepass - JA; Gültigkeit mindestens 30 Tage über die Reise hinaus
    Personalausweis – NEIN
    Vorläufiger Personalausweis – NEIN
    Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils – NEIN (ist seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig – jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument)
    Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) - JA, nur mit Foto
    Das verwendete Reisedokument muss vor Einreise noch über mindestens zwei freie Seiten verfügen.

    Hinweise für Inhaber von deutschen Reiseausweisen
    Die in Notfällen vom Bundesgrenzschutz in Deutschland bei der Ausreise ausgestellten "Reiseausweise" sind nicht für eine Einreise nach Südafrika gültig, da sie kein Lichtbild enthalten und auch nur für eine Gültigkeitsdauer von bis zu 30 Tagen ausgestellt werden.
    Inhaber von in Deutschland ausgestellten "Reiseausweisen für Flüchtlinge (gem. Abkommen vom 28.07.1951)" , Inhaber von deutschen "Reiseausweisen für Flüchtlinge (gemäß Abkommen vom 15.10.1946)", Inhaber von "Reiseausweisen für Staatenlose", sowie Inhaber von "Reisedokumenten" unterliegen der Visumspflicht für Südafrika.

    Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

    Visum: 

    Für kurzfristige touristische, Besuchs- oder Geschäftsreisen nach Südafrika benötigen deutsche Staatsangehörige vor Einreise grundsätzlich kein Visum. Gegen Vorlage eines am Einreisetag noch ausreichend gültigen deutschen Reisepasses (siehe Reisedokumente) und eines gültigen Rückflugscheines wird bei Einreise in aller Regel eine Besuchsgenehmigung („visitor's visa“) für den Zeitraum der geplanten Reise, jedoch maximal mit einer Gültigkeit von bis zu 90 Tagen erteilt. Für andere als kurzfristige touristische, Besuchs- oder Geschäftsreisen erteilen die südafrikanischen Behörden ausdrückliche Aufenthaltsgenehmigungen. Ob Sie für Ihren konkreten Reisezweck eine solche benötigen oder ob ein „visitor's visa“ ausreicht, sollten Sie ggf. vor Einreise bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin in Erfahrung bringen. Näheres finden Sie auch auf der Internetseite der südafrikanischen Botschaft unter
    www.suedafrika.org.

    Gemäß den neuen Einreisebestimmungen von 2014 führt die Überschreitung jeder Aufenthaltserlaubnis („overstay“) auch um wenige Tage zu einer „Erklärung zur unerwünschten Person“; die Verhängung einer Geldbuße fällt künftig weg. Die südafrikanischen Behörden wenden diese neue Vorschrift strikt an, Ausnahmen sind bislang nicht bekannt. Verlängerungen oder Änderungen von Aufenthalts-erlaubnissen müssen frühzeitig und min. zwei Monate vor Ablauf der Aufenthaltserlaubnis bei den vom Department of Home Affairs mit der Antragsannahme beauftragten Visa Facilitation Centres beantragt werden. Es wird empfohlen, die notwendigen Unterlagen für eine Verlängerung wie Nachweise über Rückflug, Krankenversicherung und finanzielle Mittel bereits vor Einreise zu beschaffen.

    Gesundheit und Impfungen: 

    Bei der direkten Einreise aus Deutschland (Direktflug!) sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen. Allerdings wird bei Einreise aus einem von der WHO als Gelbfieberendemiegebiet deklariertem Land, der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt. Das gilt auch für einen transitbedingten Zwischenaufenthalt von über 12 Stunden z.B. in Nairobi oder Addis Abeba. Eine Impfung wird auch bei kürzerem Transit empfohlen, da es zu Verspätungen kommen bzw. in Einzelfällen die Aufenthaltszeit im Transit nicht nachvollzogen werden kann. Eine einzige Impfung gilt inzwischen als lebenslanger Impfnachweis im internationalen Reiseverkehr.
    Eine Liste der Gelbfieberendemiegebiete finden Sie unter www.who.int.

    Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de).
    Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
    Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition (Selbstfahrer unter Campingbedingungen, Kontakt zu Wildtieren oder Projektarbeit im Tierschutz) auch Tollwut empfohlen. Bei Wildtieren außerhalb des Krüger Parks gab es im September 2015 vereinzelte Fälle von Tollwut (Hoedspruit). Neben der Impfung ist entsprechendes Verhalten gegenüber auffälligen Tieren notwendig (Vermeiden jeglichen Kontaktes mit Straßenhunden oder Wildtieren).

    Malaria
    Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica, die für über 85% der Malariafälle in Südafrika verantwortlich ist, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

    Hohes Risiko: Von Oktober bis Mai im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit Krügerpark), im Norden und Nordosten von der Limpopo-Provinz (Einzelfälle auch in den Waterbergen), im Nordosten von KwaZulu-Natal (mit Tembe- und Ndumu – Nationalpark). Eine Malariaprophylaxe (s. u.) ist empfohlen.
    Mittleres Risiko: Von Juni bis September im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit Krügerpark), im Norden und Nordosten von KwaZulu-Natal
    Geringes Risiko: restliches Tiefland von KwaZulu Natal

    Der Krügerpark und die nördliche Küstenebene der Provinz Kwazulu-Natal sind hierbei touristisch häufig besuchtes endemisches Malaria-Gebiet. 2014 hat es in den Provinzen Limpopo und Kwazulu Natal einen erheblichen Anstieg von Malariaerkrankungen im Vergleich zum Vorjahr gegeben.
    Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Chloroquin, Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen, alle Medikamente sind aber auch in guter Qualität vor Ort erhältlich. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in den betroffenen Regionen empfohlen,
    körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), v.a.  nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

    HIV/ AIDS
    Das größte Gesundheitsproblem in Südafrika ist HIV/AIDS mit einer sehr hohen und auch weiter ansteigenden Häufigkeit. Schätzungsweise ca. 20 % der erwachsenen Bevölkerung sind mit HIV infiziert. Eine durch die Immunschwäche bedingte Ko-Infektion mit Tuberkulose ist die Ursache der hohen Sterblichkeit, wobei gegen Tuberkulosemedikamente multiresistente Keime zum großen Teil mitverantwortlich sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Ansteckungsrisiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Eine Gefahr der Tuberkuloseansteckung über Tröpfcheninfektion besteht nur in entsprechenden medizinischen Einrichtungen bzw. bei längerem Aufenthalt in beengten Wohnräumen Tuberkulosekranker.

    Durchfall-Erkrankungen und Cholera
    Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettenbesuch und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden. Das Leitungswasser in den großen Städten ist gesundheitlich unbedenklich, wenn auch nicht besonders wohlschmeckend (Chlor).

    Schistosomiasis (Bilharziose)
    Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern (der Limpopo- und Mpumalanga-Provinz, sowie in KwaZulu-Natal und in der östlichen Kapprovinz bei Port Elizabeth). Baden im offenen Süßwasser in den erwähnten Gebieten sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

    Sonnenschutz
    Südafrika liegt geographisch in einer Zone erhöhter UV-Strahlung, so dass entsprechende Vorsorge getroffen werden sollte (Kopfbedeckung, Sonnenschutzcreme mit hohem Schutzfaktor je nach Hauttyp, besondere Vorsicht an Küsten mit kühlem Seewind). 

    Medizinische Versorgung
    Die medizinische Versorgung ist insgesamt gut. Die privaten Krankenhäuser in den großen Städten haben europäisches Niveau, die staatlichen Krankenhäuser  fallen dahinter zurück, bieten aber auch im Notfall einen zielorientierten Service. Die ärztliche Versorgung ist in den ländlichen Gebieten nicht so gut wie in den großen Städten.
    Wichtiger Hinweis: Für ärztliche Leistungen und Krankenhausbehandlung ist grundsätzlich Vorauskasse in teilweise erheblicher Höhe zu leisten! Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung wird dringend angeraten.

    Zeitverschiebung: 
    Während europäischer Sommerzeit: 0 Stunden, im europäischen Winter +1 Stunde deutscher Zeit
    Währungen: 
    Rand
    Verkehr: 

    Die großen Flughäfen wie Kapstadt und Johannesburg verfügen über internationale Verbindungen. Kleinere Flughäfen wie Port Elizabeth oder Pretoria können von dort aus angeflogen werden. Das Bahnnetz in Südafrika verfügt über 30.000 Kilometer Schienen, die hauptsächlich von Güterzügen benutzt werden. Zwischen den großen Städten und einigen Nebenstrecken gibt es Passagierzüge.
    Das Straßennetz ist gut ausgebaut und in/um Großstädte gibt es auch Autobahnen. Die öffentlichen Straßen haben eine Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung, die 120 km/h auf Autobahnen, 100 km/h auf Landstraßen und 60 km/h Innerorts beträgt. Generell ist das Transportsystem seit der Fußball Weltmeisterschaft 2010 in den großen Städten sehr gut ausgebaut und relativ preiswert. In abgelegenen Gebieten muss damit gerechnet werden, dass öfters Vieh die Straße überquert. Überlandfahrten bei Nacht können durch den Wildwechsel und unzureichend beleuchtete Fahrzeuge sehr gefährlich sein. Die Townships sollten wenn möglich generell gemieden werden oder mit einem Guide besucht werden. In Südafrika herrscht Linksverkehr. Ungeübten Autofahrern wird geraten ein Auto mit Automatikgetriebe zu mieten, um das Schalten mit der linken Hand zu umgehen.

    Vorwahl(en): 

    +27 oder 0027

    Ländercode: 
    ZAF

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